Kirchen

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a-wechmar-kirche-dscf2345Die Sankt Viti Kirche Wechmar

Die Sankt Viti Kirche zu Wechmar ist die größte neuere Dorfkirche Thüringens und das weithin sichtbare Wahrzeichen des Bach-Stammortes Wechmar. Bereits im 11. Jahrhundert wird vom Bau einer Kirche auf der Anhöhe über dem Dorf berichtet. Die Anhöhe des Dorfes umfasste einst eine Hersfelder Villikation oder eine kleine Königspfalz, in der 975 Kaiser Otto II. einen Hoftag hielt und 1086 Kaiser Heinrich IV. zum Gerichtstag einlud. Im Territorium dieser Pfalz wurde die erste Wechmarer Kirche gebaut. Diese Kirche soll von dem Thüringer Abt Bonifatius dem Heiligen Veit gewidmet worden sein. Auf den Grundmauern dieser Kirche entstand 1467 ein monumentaler Kirchenbau, der auch als Begräbnisort der Familie von Wechmar diente. Im Jahre 1690 war die Kirche durch Brände und Bauschäden schwer geschädigt, sodass Pfarrer Johann Heinrich Syrbius eine große Kirchenrenovierung und eine Vergrößerung des Bauwerkes durchführen ließ. Es wurde eine neue Empore eingebrochen, um die gewachsene Zahl der Christen aufnehmen zu können. In dem Buch „Renovalia Wechmariense“ hat Pfarrer Syrbius den Umbau beschrieben.

Die Kirche ist aus Stein- die Steine leben aber mit der Gemeinde und mit ihren Hirten

Der ständige Umbau der Kirche führte dazu, dass immer größere Bauschäden auftraten und im Jahre 1830 eine Schließung der Kirche drohte. Nun begannen Kirche und Gemeinde ihre Planungen für eine Renovierung oder einen Neubau der Kirche. Letztlich setzte sich Pfarrer Dr. Ernst August Kerst durch und es fiel die Entscheidung zum Neubau. Die alte Wechmarer Kirche wurde bis auf die Grundmauern abgebrochen. Der Kauf der hölzernen Kirche zur Gotteshilfe in Ohrdruf half, die dreijährige Bauzeit zu überbrücken. Am 1. Oktober 1841 wurde der Grundstein zur Kirche gelegt, im Jahre 1842 war das Portal errichtet und im Herbst 1843 war das Bauwerk fertig gestellt. Am 7. November 1843 weihte Superintendent Ernst Carl Bach diese neue Wechmarer Sankt Viti Kirche ein. Sie ist mit eintausend Sitzplätzen und ihrem 68 Meter hohen Turm eine der größten Dorfkirchen Thüringens und Wahrzeichen des Dorfes. Besondere Aufmerksamkeit verdient das Glasbild des Grafen von Gleichen, welches vom Gothaer Hofmaler Paul Emil Jacobs geschaffen, als ältestes Glasbild des 19. Jahrhunderts in Deutschland gilt. Die Grabplatten des Pfarrers und Schriftstellers Michael Sachse, der zur Bachzeit in Wechmar wirkte, die Grabplatte des katholischen geistlichen Johann Kremer von 1505 sowie das Kruzifix im Eingang erinnern an die lange Tradition kirchlicher Arbeit im Dorf. Die Orgel der Kirche wurde 1856 in der Ohrdrufer Orgelbauwerkstatt Ratzmann geschaffen und hat dringend eine Restaurierung notwendig. Viele bedeutende Persönlichkeiten wirkten als Pfarrer in Wechmar. Die Familie Kerst stellte im 19. Jahrhundert drei Mitglieder ihrer Familie in den Dienst der Wechmarer Kirche. Von 1806 bis 1819 Christian Kerst, danach bis 1863 der Sohn Dr. Ernst Kerst und nach dem Tode von Dr. Ludwig Koch 1874 kam Hermann Kerst, der Enkel des Ersteren, bis 1890 an die Sankt Viti Kirche. Als Schriftsteller traten Dr. Ludwig Koch und Ernst Hugo Lachmann im 19. Jahrhundert hervor. 1971 wurde in Wechmar Lotte Bruch als erste Pastorin Thüringens ins Amt eingeführt. Von 1920 bis 1999 waren die Orte Günthersleben und Wechmar kirchlich vereint. Seit 1999 ist Wechmar Hauptort des Kirchspiels Mühlberg-Wechmar-Röhrensee und Günthersleben ist Filialdorf des Kirchspiels Seebergen-Günthersleben-Tüttleben-Cobstädt. Die neue evangelische Kirche St. Viti wurde am Dienstag, den 7. November 1843 eingeweiht.  

 

kirche Guethersleben1St. Petri Kirche zu Günthersleben

Zu den zentralen Plätzen von Günthersleben gehört der Kirchhof. Hier steht die evangelisch-lutherische  St. Petri Kirche, die nach umfangreichen Bauarbeiten 1696 eingeweiht wurde. Hier befindet sich das alte Schulhaus mit Lehrerwohnung, 1796 erbaut. Der Besucher findet hier das alte 1715 errichtete Pfarrhaus. Betritt man die Kirche fallen der wuchtige Kruzefix und der neue Taufstein im Altarraum auf., beides aus der Zeit des Barock. Die gleiche Farbgebung am Taufsten und an Christus macht darauf aufmerksam: durch die heilige Taufe werden wir Menschen mit Christus und seinen Botschaften verbunden. Unter der Querempore ist ein heizbarer Gottesdienstraum mit 30 Sitzplätzen für die Winterzeit entstanden.Die zweimanualige Orgel, erbaut von Friedrich Knauf aus Tabarz 1856 (18 Register), erklang nach umfangreicher Restaurierung im festlichen Gottesdienst am 11. August 2002 nach Jahrzehnten des Schweigens wieder.

tafel kirch

Die alte Mauer, die das Pfarrhaus umgibt, verziert mit einer weiblichen Figur, weist auf ältere Zeiten hin: seit dem 10 Jahrhundert diente das Gelände des Kirchhofes als Begräbnisstätte, erst 1878 wurde der Friedhof erweitert. Ein alter Taufstein im Inneren der Kirche und von außen sichtbare Mauerreste mit kleinen, zugemauerten Fenstern im Mittelteil des Kirchenschiffes weisen auf den romanischen Ursprung der Kirche hin. Ein Mahnmal vor der Kirche erinnert an die Toten des I. und II. Weltkrieges. So sind auf dem Kirchhof 1000 Jahre Geschichte gegenwärtig.

 

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